GRÜNE Wahlnachlese zur Bundestagswahl 2025 in Augsburg
GRÜNE Ergebnisse in Augsburg
Mit 16,5 % der Zweitstimmen in der Stadt Augsburg liegen wir unter dem Ergebnis von 2021 (19,8 %), was einem Rückgang um 3,3 Prozentpunkte entspricht. Dieser Trend spiegelt sich auch auf Bundesebene wider – dennoch schneiden wir in Augsburg weiterhin über dem bayerischen Landesdurchschnitt ab und sind in der Stadt drittstärkste Kraft hinter CSU (28,4%) und (leider) AfD (17,5 %).
Unsere Direktkandidatin Claudia Roth erreichte bei den Erststimmen 21,5 % und festigte damit ihre Rolle als bekanntes Gesicht und starke Stimme der GRÜNEN in Augsburg. Sie konnte mit ihrem persönlichen Profil punkten – das zeigt sich auch im Abstand zur Zweitstimmenzahl.
Stadtteilspezifische Entwicklungen
Die Analyse der Stadtteile offenbart, dass der Rückgang der GRÜNEN Stimmen stadtweit einheitlich ausfällt, aber regional unterschiedlich stark ist:
- Die geringsten Verluste gab es in Stadtteilen wie Hammerschmiede, Bärenkeller und Firnhaberau (jeweils rund -1,8 %), die traditionell weniger GRÜN-affin sind, wo das Ergebnis damit relativ stabil blieb.
- Die größten Verluste verzeichnen wir dagegen in Stadtteilen, die 2021 noch GRÜNE Hochburgen waren: Bergheim (-6,3 %), Antonsviertel (-5,6 %) und Hochfeld (-5,5 %). Hier haben wir einen besonders deutlichen Rückgang zu verzeichnen.
Auffällig ist, dass die Rückgänge unabhängig von sozialer oder demografischer Prägung in allen Vierteln stattfinden. Das legt nahe, dass es sich nicht um lokale, sondern um bundespolitisch bedingte Verluste handelt, die sich jedoch in den GRÜN-affinen Stadtteilen besonders deutlich auswirken.
Kontext und Interpretation
Die Verluste lassen sich unter anderem mit gesamtpolitischen Dynamiken erklären.
Unsere Ergebnisse zeigen aber auch: Es gibt nach wie vor ein relevantes GRÜNES Potenzial in der Stadtgesellschaft. Unsere Themen – Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, Demokratie – bleiben anschlussfähig, auch wenn wir sie zukünftig noch besser, konkreter und lokaler verankert kommunizieren müssen
Ausblick
Dieses Wahlergebnis ist ein klarer Auftrag: Wir müssen zuhören, analysieren, aufarbeiten – und unsere Arbeit und Kommunikation strategisch weiterentwickeln. In den kommenden Monaten werden wir intern diskutieren, welche Lessons Learned sich aus dem Wahlkampf ziehen lassen, wie wir unsere Basisarbeit stärken und neue Wähler*innengruppen gewinnen können.
Wir danken allen Wahlkämpfer*innen, Unterstützer*innen und unseren Wähler*innen für ihren Einsatz und das Vertrauen. Jetzt gilt es, den Blick nach vorne zu richten – mit Energie, Mut und Teamgeist.